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Paul der Superheld
Paul ist sich sicher: Er ist ein Superheld! Das merkt er jeden Tag. Er sorgt zum Beispiel - nur durch Gedankenübertragung - dafür, dass der Tormann der Fußballnationalmannschaft einen Elfmeter hält.
Er kann Autos, wie von unsichtbarer Hand gesteuert, ganz sanft ausbremsen, so dass sie bei einer roten
Ampel zum Stehen kommen. Paul kann auch mit seiner magischen Kraft jeden Tag dafür sorgen, dass im Radio pünktlich um acht Uhr die Nachrichten kommen.



Paul wollte immer einen Löwen haben. Oder einen Panter. Zumindest einen Wolf. Als Pauls Opa starb, war Waldi plötzlich alleine. Waldi, der Wolfshund! Viele halten Waldi für einen Dackel - zum Beispiel Pauls Eltern. Und das ist auch gut so. Denn einen Wolfshund hätten die Reedeckers bestimmt nicht aufgenommen. Da Pauls Eltern aber dem Opa versprochen haben, Waldi nicht ins Tierheim zu bringen,
haben die Reedeckers jetzt einen Wolfshund. Paul ist sich bewusst, dass viele Menschen vor einem Wolfshund Angst haben. Paul sieht die Blicke der Anderen. Sie bewundern Paul, weil er wie  selbstverständlich mit einem Wolfshund durch die Straßen läuft. Und Waldi ist dressiert! Paul übt zum Beispiel "Freie Entscheidung!" mit Waldi. Wenn Paul diese Übung macht, muss er sich erst vergewissern, dass niemand in der Nähe ist. Dann lässt er Waldi von der Leine und ruft: "Freie Entscheidung!"

Dann fixiert Paul Waldi mit seinen Blicken. Waldi kann nun frei entscheiden, wohin er läuft und was er macht. Meistens kommt er zu Paul. Dann zieht Paul lässig einen Kaugummi aus der Tasche, packt ihn aus, steckt ihn in den Mund und streichelt den Wolfshund. Nach "Freie Entscheidung!" nimmt er ihn wieder an
die schwere Eisenkette, die als Hundeleine getarnt ist, und läuft mit Waldi nach Hause. Paul fühlt sich gut. Denn wenn seine Superkräfte einmal versagen sollten, hat er immer noch einen Wolfshund. Der Wolfshund hat zwar einen ungewöhnlichen Namen. Aber sein Opa war auch ein ungewöhnlicher Mensch.